Wasseramsel Déjà Vu

Wer meinen Instagram-Kanal verfolgt, weiß, dass ich seit letztem Jahr die Wasseramseln bei mir intensiver und ambitionierter fotografieren wollte.  Diese kleinen, flinken Vögel haben mich schon immer fasziniert und ich wollte ihre Bewegungen und ihr Verhalten in meinen Bildern festhalten. Daher habe ich mich auch entschieden, einen Workshop diesbezüglich anzubieten, um meine Erfahrungen und Techniken mit anderen Fotografie-Enthusiasten zu teilen.  Ich freue mich schon sehr darauf, anderen zu zeigen, wie man diese besonderen Vögel fotografisch einfängt.

Jedenfalls habe ich mich morgens auf den Weg gemacht, um ein paar neue Bildideen zu probieren und die Wasseramseln in ihrem natürlichen Lebensraum zu beobachten.  Die Luft war frisch und kühl, und die Sonne begann gerade, über die Hügel zu klettern und die Landschaft in ein goldenes Licht zu tauchen. Ich wollte die Wasseramseln schön mit ein paar Mitziehern festhalten, um ihre Geschwindigkeit und Agilität zu betonen. Da ich weiß, wo diese nisten und dass sie immer wieder die gleichen Stellen anfliegen, habe ich mich mit genügend Abstand positioniert, um sie nicht zu stören.  Ich wollte die natürlichen Verhaltensweisen der Vögel in meinen Bildern einfangen, ohne sie zu beeinflussen.

Die ersten Versuche gingen aufgrund der langen Belichtungszeit leider total in die Hose. Die Wasseramseln waren viel zu schnell für mich und ich musste mich erst einmal eingrooven, um überhaupt mithalten zu können.  Es war frustrierend, die schnellen Bewegungen der Vögel nicht einzufangen, aber ich ließ mich nicht entmutigen. Ich habe von meiner Festbrennweite auf mein Telezoom gewechselt, um näher an die Vögel heranzukommen und ihre Details besser zu erfassen. Mit dem Telezoom ging es schon wesentlich leichter, und ich konnte die ersten brauchbaren Aufnahmen machen.

Ich konnte beobachten, wie die Wasseramseln an den moosigen Steinen das Nistmaterial sammelten, ans Wasser flogen, um es sauber zu machen, und dann wie eine Rakete zum Nest zu fliegen.  Es war faszinierend, ihre präzisen Bewegungen und ihre Effizienz zu beobachten. Mit der Zeit bemerkte ich, dass eine Wasseramsel bestimmte Stellen immer wieder bevorzugte, und ich konnte mich schon bereit machen, wenn diese losflog.  Ich lernte, ihre Flugmuster zu erkennen und meine Kameraeinstellungen entsprechend anzupassen.

Im Nu waren 2,5 Stunden vergangen und die Sonne sank immer mehr ins Tal. Dadurch änderten sich die Lichtsituationen stetig.  Am Ende meiner Fototour bin ich mit ca. 5.000 Fotos nach Hause gegangen, die ich dann erst einmal sichten musste.  Es war eine Menge Arbeit, aber es hat sich gelohnt.  Nachdem ich die Fotos gesichtet hatte, waren doch die ein oder anderen coolen Bilder dabei, die meine Bemühungen belohnten.  Ich war zufrieden mit meinen Ergebnissen und freue mich darauf, meine Erfahrungen in meinem Workshop weiterzugeben.

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